Die Geschichte von Moosthann

Panorama Moosthann

Moosthann ist höchstwahrscheinlich im 8. Jahrhundert durch Rodung entstanden. Der Name "Moos" rührt vom versumpften Höhrnbachtal, einem Ausläufer des Isarrnoores (mooses) her, der Name "thann' von den ausgedehnten Nadelwäldern. Im Volksmund heißt der Ort bis in die jüngste Zeit 'z Thann'.

Die Urwälder waren herzoglicher Besitz, daher war der Ort in seiner Anfangszeit auch herzoglich.

Urkundlich wurde der Ort erstmalig 1271 genannt. Nach dem letzten Willen der am 24. Oktober dieses Jahres verstorbenen Herzogin Elisabeth (geh. 1236 als Tochter des Ungarnkönigs Bela IV., verehelicht 1250 mit dem Bayernherzog Heinrich XIII.) übertrug ihr Gatte den Ort dem Kloster Seligenthal in Landshut.

Lange scheint das Kloster aber nicht im Besitz gewesen zu sein, denn schon 1355 erscheint die Familie Harder als Besitzer.

Herzog Otto 111. von Niederbayern (1290-1313) erließ 1311 die 'Ottonische Handfeste', demzufolge er einen Teil seiner Herrschaftsrechte gegen hohe Natur- und Goldabgaben an die Stände, den Adel, die Klöster und Stifte sowie an Städte und Märkte übertrug. Damit wurde auch Moosthann Hofmark.

Zwischen 1335 und 1397 war die Familie Harder im Besitz der Hofmark. Das Geschlecht führte im Wappen einen gepanzerten Arm mit Schwert, dieses Symbol findet man heute noch im Ortswappen.

1410 erwirbt den Besitz die Familie Jud, die auch Unholzing besaßen. Die Jude waren ein altbayerisches Adelsgeschlecht. Der Name Jud ist noch in der Bezeichnung Judenschlag im Staatsforst erhalten. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts kam die Hofmark Moosthann wieder in den Besitz des Zisterzienserinnenklosters Seligenthal. Moosthann blieb nun bis zur Säkularisation 1803 im Besitz des Klosters.

Das Hofmarkschloss befand sich wahrscheinlich am heutigen Selmer-Anwesen, denn in der Landesbeschreibung des Philipp Apians, die dieser bis zum Jahre 1568 verfasste, heißt es "Moosdan, Dorf und Kirche, Ruine eines alten Schlosses am Hornpach".

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