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Suchzeitraum: 17. Juni 2019 - 17. Juni 2020

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Brand Koslow - Update 9

Nach Großbrand: Landrat Peter Dreier ordnet weitere Boden-, Pflanzen- und Wasserproben an Landratsamt Landshut hält engen Kontakt mit Dingolfing-Landau – Neue Mess-Ergebnisse werden Mittwoch oder Donnerstag er-wartet Der Appell des Landratsamts Landshut an die Bürger, Be-obachtungen über Folgen des Großbrandes auf dem Gelände einer Recycling-Firma in Wörth an der Isar zu melden, hat zahlreiche Hinweise aus der Bevölke-rung erbracht: Auf der Grundlage konkreter Hinweise und weiterer neuer Infor-mationen hat Landrat Peter Dreier angeordnet, dass auf dem Gebiet des Land-kreises Landshut an den entsprechenden Orten weitere Boden-, Pflanzen- und Wasserproben genommen und auf Rückstände von Dioxin, Furanen und ande-ren Schadstoffen untersucht werden. Eine ganze Reihe von Mitarbeitern des Landratsamts Landshut steht in engem Kon-takt mit den Kollegen des Landratsamts Dingolfing-Landau: Denn nach allem, was man derzeit über Windrichtungen in der Nacht von Montag auf Dienstag, 3./4. Juni, rekonstruieren kann, scheint die Hauptmasse der womöglich mit Schadstoffen be-lasteten Brandschwaden auf Landstriche im Landkreis Dingolfing-Landau nieder-gegangen zu sein. Meldungen sind aus Frontenhausen und Reisbach und sogar aus Aufhausen (Markt Eichendorf) an der Vils eingetroffen, im Südosten des Nach-barlandkreises. Auch aus dem zum Landkreis Landshut gehörenden Abschnitt des Vilstals liegen Beobachtungen über Brandgeruch und Ablagerungen vor, aus Vils-biburg und Aham zum Beispiel. Landrat Peter Dreier hat am Dienstag zu einer Sitzung einer Experten- und Mitarbei-ter-Runde des Landratsamts auch drei Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Ahrain eingeladen und dabei das großartige Engagement der FF-Helfer hervorgehoben: Sie hatten in der Brandnacht als erste an verschiedenen Orten in der Gemeinde Wörth Wisch- und Bewuchs-Proben genommen, die unverzüglich zum Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) geschickt worden sind. Das LfU brachte die Ergebnisse dieser ersten Messungen auf den Nenner, dass die Untersuchungen für „die poly-chlorierten Dioxine und Furane“ ebenso wie „für Schwermetalle unauffällig“ sind (wir berichteten). Bei der Experten- und Mitarbeiterrunde im Landratsamt wurde darauf hingewiesen, dass die aufgeheizten Brandwolken weit übers Land gezogen sind: Daher sind be-reits an den Tagen nach dem Brand aus dem weiteren Umkreis des Brandherds Proben von Erdbeeren und Kirschen von Mitarbeitern der Lebensmittelüberwa-chung des Landratsamts (Veterinäramt) genommen und an Fachbehörden und –institute geschickt worden. Dabei handelt es sich um Betriebe in den Gemeindege-bieten von Wörth, Essenbach und Adlkofen. Die Lebensmittelproben werden beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL, Erlangen) untersucht. Erwartet werden in dieser Woche auch die Ergebnisse von Bodenproben, die die international renommierte Fachfirma Agrolab (Bruckberg) im Auftrag des Landrats-amts auswertet. Auf der Grundlage der inzwischen vorliegenden Informationen über das Geschehen in der Brandnacht wird Agrolab beauftragt, weitere Proben zu un-tersuchen. Das Landratsamt hat zudem Untersuchungen von Grund- und Oberflä-chenwasser in Auftrag gegeben, darunter das Wasser von Badeseen und –weihern wie dem „Wakelake“ in Wörth. Mitarbeiter des Landratsamts stehen in Verbindung mit dem Bayerischen Bauern-verband (BBV). Der BBV ist gebeten worden, über Landwirte in den betroffenen Gebieten Proben von Heu, Gras, Getreide und anderen Feldfrüchten zu ermögli-chen. Denn außer an kurzfristige Folgen muss auch an mögliche mittel- und lang-fristige Folgen eines Schadstoffeintrags gedacht werden. Für diese Untersuchun-gen sind Fachleute der Regierung von Oberbayern zuständig. Von Seiten des Landratsamts Landshut wird darauf hingewiesen, dass auf dem Ge-lände der Recycling-Firma in Wörth/Isar derzeit ausschließlich Aufräumarbeiten stattfinden und jegliche Anlieferung von Abfall untersagt ist. Der Landkreis Lands-hut lagert den neu hinzukommenden Metall- und Elektro-Schrott aus dem Kreisge-biet derzeit in seiner Reststoff-Deponie in Spitzlberg.

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